Guide en allemand – Leitfaden auf Deutsch

SAINT-MARTIN-AUX-BOIS

Kurze Geschichte der Abtei

Saint-Martin-aux-Bois bestand schon in der römischen Zeit unter dem Namen Ruricourt, unweit der römischen Straße (la Chaussée Brunehaut), die von Beauvais nach Baway führte.

Die Abtei wurde zu einer Zeit gegründet, als der Bischof von Beauvais versuchte, die ländlichen Gebiete seiner Diözese mithilfe von Kanonikern (die im Gegensatz zu Mönchen Seelsorgeaufgaben übernehmen dürfen) zu evangelisieren (11. Jahrhundert). Die Nähe zur Chaussée Brunehaut spielte möglicherweise ebenfalls eine Rolle bei der Gründung der Abtei.

Die Kanoniker folgten der Regel des heiligen Augustinus.

Die Abtei entwickelte sich sehr schnell, und ihr Vermögen sicherte ihr sowohl materiellen als auch geistigen Wohlstand.

Die jetzige Steinkirche wurde erst im 13. Jhdt. im gotischen Stil gebaut. Aus unbekannten Gründen wurde die Kirche nie fertiggestellt: Nur der Chorraum wurde gebaut, das Kirchenschiff jedoch nicht.

Nach dem hundertjährigen Krieg erlangte die Abtei wieder eine große geistliche und intellektuelle Ausstrahlung. 1492 rief Abt Guy de Baudreuil die fast ruinierte Abtei wieder ins Leben. Er war der erste Kommendatarabt und engagierte sich sehr für die Restaurierung der Abtei, der Kirche und ihres Mobiliars. Er reorganisierte das Wirtschaftsleben der Gemeinschaft; die im 16. Jhdt. eine neue Blütezeit erlebte.

Im 18. Jahrhundert vermindert die Zahl des Religiösen. Das Leben der Abtei endete. Die Kirche wurde im Jahr 1783 in eine Pfarrkirche umgewandelt. Die Gebaüde der Abtei wurden als Nationalgüter erklärt, und verkauft oder zerstört.

Die Kirche wurde 1840 unter Denkmalschutz gestellt, aber wurde jedoch lange Jahre vernachlässigt. Eine Restaurierung wurde am Ende des 19. Jhdts. vorgenommen. Im ersten Weltkrieg diente sie als Aussichtsturm und als Lazarett. Sie blieb während des Zweiten Weltkriegs verschont.

Zurzeit wird die Kirche selten für die Sonntagsgottesdienste benutzt. Dennoch werden ab und zu Taufen oder Hochzeiten für Einwohner des Dorfes und der Umgebung gefeiert.

Die Abtei

Dank einiger erhaltener Gebäude und Karten und Zeichnungen aus dem 17. und 18. Jahrhundert kann man sich ein Bild von der Abtei vor der Revolution machen.

Sie wurde nach traditionellem Grundriss erbaut, mit den Abteigebäuden um den Kreuzgang herum, der sich an der Südseite der Kirche befand. Spuren eines Flügels dieses Kreuzgangs sind noch im Garten neben der Kirche (Privatbesitz) zu sehen.

Ein bedeutendes Gebäude, das den Beinamen Galata trägt, ist südwestlich der Kirche erhalten geblieben: Es handelt sich um das Gästehaus der Abtei. Es wurde im 12. Jahrhundert erbaut und im 16. Jahrhundert restauriert und zu einer Abteiunterkunft umgebaut. Es ist 48 m lang und 12 m breit.

Gärten und Weinberge waren im 18. Jhdt. östlich des Kirchenchors bestellt.

Man kann sich den Umfang und den Reichtum der Abtei vorstellen, wenn man die Mauer entlang der Kreisstraße Nr. 73 sieht.

Die Kirche.

Sie wurde im zweiten Teil des 13. Jahrhunderts im gotischen Stil aufgebaut; ihre Ausmaße sind beeindruckend:

  • Länge 31 Meter
  • Breite 18,45 Meter
  • Höhe des Hauptschiffes 25 Meter.

Dennoch ist die jetzige Kirche nur der Chor der geplanten Kirche. Die Bögen an der Fassadenwand lassen erkennen, dass ein Kirchenschiff geplant war, aber (möglicherweise aus finanziellen Gründen) nie realisiert wurde. Da die Archive verschwunden sind, ist es schwierig, die Gründe für die Einstellung der Arbeiten zu erfahren.

Das Hauptschiff erinnert an die Kathedrale von Beauvais. Besonders die Apsis ist eindrucksvoll. Der siebenkantige Chor ist mit sieben hohen Fenstern verziert, die auf einer niedrigen, massiven Mauer ruhen. Jedes Fenster besteht aus drei Lanzetten, die von kleeblatt- oder vierblättrigen Maßwerken überragt werden. Der Chor erinnert auch an Saint Germer de Fly und vor allem an die Sainte Chapelle in Paris. Einer der Baumeister der heiligen Kapelle hat vielleicht in der Kirche von Saint Martin-aux-Bois gearbeitet. Der Grundriss der Kirche ist sehr einfach, mit zwei Seitenschiffen und einer siebenseitigen Apsis. Die Wände des nördlichen Seitenschiffs sind mit Maßwerken verziert, während die hohe Wand des Mittelschiffs über den großen Arkaden Vierpässe (anstelle des üblichen Triforiums) aufweist.

Die Fenster sind mit Grisaille-Glasmalereien (aus dem 13. Jahrhundert, jedoch restauriert) versehen, die ein sanftes Licht hereinlassen. Auf der Nordseite zeigt eine kleine farbige Tafel einen Kanoniker, der einer Kirche Glasfenster stiftet (rechts auf der Tafel ist ein Altar mit einem Kelch zu sehen). Ein kurzer Text lässt vermuten, dass es sich um ein Mitglied der Familie Rouvillers handelt, aus der mehrere Kinder Kanoniker und Äbte wurden. Möglicherweise hat die Familie Rouvillers alle Glasfenster gestiftet. Auf der rechten Seite des Glasdachs zeigt ein weiteres kleines farbiges Fenster einen Priester, der vor dem Heiligen Martin kniet, der seinen Mantel mit einem Armen teilt: Dieses kleine Glasfenster wurde Ende des 19. Jahrhunderts von den Gemeindemitgliedern zu Ehren des Pfarrers Pierre-François Carpentier gestiftet, dank dessen das Gewölbe der Kirche vollständig restauriert werden konnte.

Jungfrau mit Kind – Heiliger Martin

Unter den Glasfenstern, auf der linken Seite, wurde kürzlich eine polychrome Statue (14. Jahrhundert) einer Jungfrau mit Kind wiedergefunden, die 1960 gestohlen worden war, und an ihren Platz zurückgebracht.

Auf der rechten Seite zeigt ein kleines Marmor-Flachrelief aus dem Jahr 1344 einen knienden Geistlichen (den Stifter) vor dem Heiligen Martin auf seinem Pferd, der seinen Mantel mit einem Armen teilt (das Original wurde gestohlen).

Wandmalereien

Im Jahr 2004 wurde eine Wandmalerei (die wir dank des Wappens von Guy de Baudreuil auf das Ende des 15. Jahrhunderts datieren können) freigelegt. Im oberen Teil breitet die Heilige Veronika das Tuch aus, mit dem Christus sich auf dem Weg nach Golgatha das Gesicht abgewischt hat. Darunter sitzt eine Madonna mit Kind in einem majestätischen Sessel zwischen dem Heiligen Stephanus und dem Heiligen Laurentius. Zwei Märtyrerinnen begleiteten sie, aber ihre Attribute sind verschwunden und sie können nicht identifiziert werden.

Der Stifter ließ sich in der Kleidung eines Kanonikers mit der Phylakterie „O Mater Dei, memento mei” (Oh Mutter Gottes, gedenke meiner) darstellen.

Eine weitere Malerei ist noch immer im südlichen Seitenschiff unter einem Altarbild (Mariä Himmelfahrt) verborgen.

Die Kanzel

Die bemalte Kanzel stammt vermutlich aus dem 16. Jahrhundert, wurde jedoch im 17. Jahrhundert umgebaut. Auf seinen Tafeln sind das Wappen der Abtei und ein brennendes Herz mit einem Pfeil zu sehen, das Attribut des Heiligen Augustinus.

Die Sakristei (alte Kapelle)

Am östlichen Ende des Südflügels wurde für Guy de Baudreuil eine Kapelle (die heute als Sakristei dient) errichtet: An den Gewölben sind sein Wappen (das Herz mit einer Krone darüber) und das Wappen der Abtei zu sehen.

Die Eingangstür zur Kapelle ist monumental und von der Renaissance inspiriert. Die Holztür (Eiche) zeigt drei Sibyllen. Eine Statue der Jungfrau Maria (14. Jahrhundert) befindet sich in einer Nische über der Tür. An ihrer Kleidung sind deutlich Reste der Polychromie zu erkennen.

Die Kapelle beherbergt eine Beweinung Christi: Die Jungfrau Maria trauert um ihren toten Sohn, zwischen Maria Magdalena und Johannes. Dieses Werk kann auf das erste Drittel des 16. Jahrhunderts datiert werden.

Das Chorgestühl

Das Chorgestühl ist ein besonderes Möbelstück für die Kanoniker, die sehr viel Zeit im Chor mit Beten und Singen verbrachten: Sie mussten stehen bleiben, und um ihnen das Stehen zu erleichtern, wurde unter der Sitzklappe ein kleiner Sattel angebracht. Dieser kleine Sattel wird von einem geschnitzten Sockel, die Misericorde, getragen.

Als die Chorgestühle unter dem Abt Guy de Baudreuil aufgestellt wurden, befanden sie sich im Mittelschiff, und insgesamt gab es wohl etwa fünfzig Chorgestühle. Sie wurden 1783 verlegt, als die Kirche zur Pfarrkirche wurde.

Derzeit sind noch zwei Reihen mit jeweils zehn hohen und zwei Reihen mit jeweils vier niedrigen Sitzplätzen erhalten. Hinzu kommt eine kleine Reihe mit drei Sitzplätzen, die sich derzeit in Boston befindet: Sie wurde Ende des 19. Jahrhunderts vom Pfarrer der Gemeinde an einen Antiquitätenhändler verkauft und zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Isabella Stewart Gardner erworben, die in Boston ein Museum gründete.

Die Kooergesthül (aus Eichenholz) wurden in zwei Etappen restauriert: die unteren Kirchenbänke im Jahr 2002. Die Denkmalschutzbehörde beauftragte den Restaurator, vier verschwundene Misericordien nachzubilden.

Die Restaurierung der hohen Chorgestühle erfolgte 2014-2015 und wurde von einer dendrochronologischen Analyse begleitet, die eine genaue Datierung dieser Möbelstücke ermöglichte: Sie wurden zwischen 1498 und 1501 aufgestellt.

Ikonografie der Chorgestühle

Kennzeichnung der Chorgestühle

Der erste Buchstabe entspricht der Seite: N für Nord, S für Süd; der zweite Buchstabe gibt an, ob es sich um hohe Chorgestühle (H) oder niedrige Chorgestühle (B) handelt. Mis. = Misericorde, A.-m = Handauflage, J = Wange. Die Zahl gibt schließlich die Position des Sitzes in der Reihe an (von Westen nach Osten).

Nordseite, Hohe Chorgestühle

NHJ 1. Unten: überreicht Judit ihrer Dienerin Holofernes’ Kopf, den sie getötet hat, um ihr Volk zu retten (Buch Judit).

Oben: Der Heilige Hieronymus in Kardinalskleidung, ein offenes Buch in der Hand, in Begleitung seines Löwen.

Darüber präsentieren zwei Engel das Wappen von Guy de Baudreuil (drei Herzen, überragt von einer Krone).

NHMis. 1. Die Erschaffung der Frau. Gott (erkennbar durch sein langes Gewand) und der Teufel stehen auf beiden Seiten einer sitzenden Frau. Beide halten in der Hand einen Meibel und einen Holzhammmer und schnitzen den Kopf der Frau.

NHA-m. 1-2. Tier mit einer Mähne.

NHMis. 2. Sehr beschädigt: Man erkennt noch die Spuren eines Mannes mit einer Peitsche, oder einem Besen; und von zwei anderen nebeneinanderstehenden Figuren, die fliehen.

NHA-m. 2-3. Monstertier.

NHMis. 3. Eine Frau mit einem einfachen Kleid und einer Haube steht neben einem Teufel mit üppigem Busen und hält eine Säge. Man sieht die spitzen Zähne, die in den Körper des Teufels eindringen. Hier geht es um eine Anspielung an die Legende der heiligen Margareta, die durch ihre Glaubenskraft, den Teufel mehrmals geschlagen hat. Durch das Gebet konnten die Ordensschwestern den Teufel niederschlagen.

NHA-m. 3-4. Der Tod mit einem abgemagerten Gesicht, grinsend und einen Schleier tragend, die Sense in der Hand und mit knirschenden Zähnen (beschädigter Handknauf).

NHMis. 4. Eichenblätter und Eicheln.

NHA-m. 4-5. Tier in einer seltsamen Stellung: der Kopf springt unter dem Hintern hervor.

NHMis. 5. In einem Garten macht ein Bischof oder ein Abt mit Bischofsmütze eine Segnunggeste.

NHA-m. 5-6. Ein Affe spielt Radleier. Das Instrument wurde sehr detailliert und realistisch dargestellt.

NHMis. 6. Traubenblätter und Traube.

NHA-m. 6-7. Ein Tier, das in ein Musikinstrument bläst.

NHMis. 7. Zwei Bären tragen ein Wappen.

NHA-m. 7-8. Eine Kröte taucht ihre Löffel in einen Topf.

NHMis. 8. Zwei Pferde tragen ein Wappen.

NHA-m. 8-9. Ein Vierfübler mit Vogelkopf zeigt seinen Hintern.

NHMis. 9. Zwei Bären tanzen, während die dritte Flöte spielt. Es handelt sich wahrscheinlich um ein Sprichtwort, die Bären tanzen sehen“, das heibt Hunger haben. Brueghel hat dieses Sprichwort in seinem Gemälde von 1559, Flämische Sprichwörter (Gemälderie Berlin), dargestellt.

NHA-m. 9-10. Ein Affe, der eine Keule hält.

NHMis. 10. „Vor einem Hasen fliehen“. Ein Mann mit einem Stock fällt um, weil er vor einem Hasen Angst hat. In Amiens auf den Vierpassen der Kathedrale wird dasselbe Bild gezeigt.

NHA-m. 10. Eichhörnchen mit langem Schwanz und kleinen sichtbaren Krallen.

Nordseite, Niedrige Chorgestühle

NBJ 1. Am Gelände: Tiere, die eine Beute halten. Das Holz ist so beschädigt, dass es schwer ist, die Tiere zu identifizieren.

NBMis. 1. „Zu dumm sein, um eine Gans zu beschlagen“. Ein kniender Mann bereitet sich vor, um eine Gans zu beschlagen. Dieses Sprichwort ist die Darstellung der Verrückheit, der Dummheit der Menschen.

NBA-m. 1-2. Tier mit einer Kapuze.

NBMis. 2. Ein Mann mit kurzem Kleid geht aus einem Haus und begibt sich zu einem Pferd mit Harnisch. Es geht um das Sprichwort: „Es ist Zeit, den Stall zu schließen, wenn das Pferd verloren ist. Dieses Sprichwort findet sich im Stundenbuch der Bibliothèque nationale de France (BnF Nal 3134, fol. 15 u. 68).

NBA-m. 2-3. Sitzender Vierfübler vor einem Weihwasserbecker.

NBMis. 3. Miserikorde, die 2002 vom Kunstrestorator nach zwei Sprichwörtern geschnitzt wurde: „wenn die Katze schläft, soll sie nicht wach gemacht werden“ und „sich wohl fühlen, wie die Katze auf dem Brunnenrand“.

NBA-m. 3-4. Ein Monster mit einer Kapuze auf dem Kopf.

NBMis 4. Ein Hund mit Halskette in Wartestellung vor einem Kaninchen, das gerade aus seinem Bau kommt.

NBA-m. 4. Ein Monster mit Löwenkopf zeigt seine Zähne.

Südseite, Hohe Chorgestühle

SHJ 1. Oben: Heiliger Ambrosius hält ein offenes Buch. Neben ihm steht ein Bienenstock, sein Attribut

Unten: Es könnte sich um Rahab handeln, die die von Josua ausgesandten Spione in die Flucht schlägt (Num 13,16). Ein sehr ähnliches Bild findet sich jedoch in einer Biblia Pauperum, um David darzustellen, der dank seiner Frau Michal vor Saul flieht (Sam 19, 8-13).

SHMis. 1.Zwei Männer mit Kleid eines Dieners tragen einen Koffer.

SHA-m. 1-2.Oberkörper eines Mannes mit einem Pelzmantel.

SHMis. 2. Zwei Musiker (der erste spielt Flöte, der zweite Tamburin) erheitern das Paar der benachbarten Miserikorde.

SHA-m. 2-3. Eine Sau, die Dudelsack spielt, säugt ihre Kleinen.

SHMis. 3 Die Mahlzeit: Ein Mann und eine Frau sitzen an einem bedeckten Tisch. Der Diener bringt etwas zum Essen. Ein Hund schläft unter dem Tisch.

SHA-m. 3-4. Ein Monster mit Menschenkopf hält mit zwei Händen seinen Bart. Seine Pfoten und seine Mähne sind diejenigen eines Tieres.

SHMis. 4. Ein junger Mann oder ein Jugendlicher steht mit festgebundenen Armen im Rücken. Er richtet seinen Mund in die Richtung eines runden Objekts, das über ihm an einer Seilscheibe hängt und das ein Mann ihm zugeworfen hat. Es handelt sich um das Spiel „der Apfel in der Luft“. Hier kann man in dieser kleinen Szene einen Jongleurtrick sehen, mit dem man das benachbarte Paar zerstreuen will.

SHA-m. 4-5. Frauengesicht, aber beschädigt.

SMis. 5. Drei Männer gehen voran; der erste trägt ein Brot in einem sogfältig geflochten Strohkorb. Der zweite trägt einen großen Krug. An seinem Gürtel hängen die Weinkellerschüssel. Das ist der Hausherr. Der Mundschenk und der Hofbeamte dienen dem Paar, das sich auf der Miserikorde 3 befindet.

SHA-m. 5-6. Monster, das seinen Hintern über seinem Kopf zeigt.

SHMis. 6. Zwei Affen prügeln sich oder spielen?

SHA-m. 6-7. Monster

SHMis. 7. Eine Frau mit langem Kleid und Haube sitzt und spinnt mit dem Spinnrocken. Ein Affe schaut ihr zu. Es handelt sich wiederum um ein Sprichwort, oder um ein Fabliau, dessen Sinn vergessen wird.

SHA-m. 7-8. Büste eines alten Mannes (Mönch?)

SHMis. 8. Ein Mann hebt eine Peitsche gegen ein Tier, das schwer zu identifizieren ist. Ist es ein Bär oder ein Schwein mit einem gebrochenen Stock?

SHA-m. 8-9. Alter Mönch mit offenem Buch auf dem Schoss und mit gehobener Hand. (Die linke Hand wurde verstümmelt).

SHMis 9. Pferd, neben einem Baum, an dem ein Wappen befestigt ist.

SHA-m. 9-10. Tier mit verstümmeltem Kopf

SHMis. 10. Ein Löwe sitzt zwischen zwei leeren Wappen.

SHA-m. 10. Kamel

Südseite, niedrige Chorgestühle

"fuir devant un lièvre"

SBJ 1. Am Geländer sind zwei Gruppen von Füchsen dargestellt: Auf der Seite der Wange stehen sie sich gegenüber, zu beiden Seiten eines (beschädigten) Hahns. Auf der Seite der Sitze läuft jeder Fuchs in eine andere Richtung, mit der Hälfte des Hahns im Maul. Es handelt sich noch einmal um ein ironisches Sprichwort, das bis heute seine Bedeutung noch nicht verloren hat: „ein reicher Mann zwischen zwei Anwälten ist ebenso ein Huhn zwischen zwei Füchsen“. Dieses Sprichwort wird im Stundenbuch der Bibliothèque nationale de France (BnF Nal 3134, fol. 96) illustriert.

SBJ 1. Am Geländer sind zwei Gruppen von Füchsen dargestellt: Auf der Seite der Wange stehen sie sich gegenüber, zu beiden Seiten eines (beschädigten) Hahns. Auf der Seite der Sitze läuft jeder Fuchs in eine andere Richtung, mit der Hälfte des Hahns im Maul. Es handelt sich noch einmal um ein ironisches Sprichwort, das bis heute seine Bedeutung noch nicht verloren hat: „ein reicher Mann zwischen zwei Anwälten ist ebenso ein Huhn zwischen zwei Füchsen“. Dieses Sprichwort wird im Stundenbuch der Bibliothèque nationale de France (BnF Nal 3134, fol. 96) illustriert.

SBMis 1. 2002 vom Restaurator anhand einer Zeichnung einer verlorenen Misericorde nachgebildet, veröffentlicht von Abbé Barraud im Jahr 1853. Es geht um den Ausdruck „zwischen zwei Stühlen sitzen“.

SBA-m. 1-2. Tier mit langem Hals. Handelt es sich um eine Giraffe?

SBMis. 2. Zwei Monster mit Vogelpfoten, Panzer auf dem Rücken und Drachenkopf.

SBA-m. 2-3. Sitzender Hund mit seiner Beute in den Pfoten.

SBMis 3. Bildhauerei von 2002. Es geht um den Ausdruck „den Teufel in einem Birnbaum sehen“ (d.h. eine zweifelhafte Person).

SBA-m. 3-4. Monster mit Hundekopf. Ein Schweinekopf ist auf seinem Bauch sichtbar.

SBMis. 4. Eine weitere Kreation aus dem Jahr 2002: Glocke, die Eude Rigaud, der Bischof von Rouen seiner Kathedrale geschenkt hätte. Da diese Glocke sehr schwer war, mussten die Glöckner mit voller Kraft ziehen und dann reichlich trinken!

SBA-m. 4. Frauengesicht mit Haube.

Übersetzt mit Hilfe von Deepl.com